Der Gaisberg ist nicht mehr sicher, im Winter besteht Gefahr von Lawinenabgängen. Das bestätigte ein Gutachten der Wildbach- und Lawinenverbauung des Landes, argumentiert Schaden in einer Aussendung von gestern.
Bgm. Heinz Schaden: Wir müssen den Gaisbergbewuchs aktiv fördern und die Stadt bestmöglich schützen!
Die Stadt setzte im vergangenen Winter erstmals eine Lawinenwarnkommission ein. Vom Umweltausschuss der Stadt wurde das Naturwaldreservat aufgehoben, um die dringend notwendigen Schutzmaßnahmen zu ermöglichen.
„Über die bestehende Gefahr sind wir uns wohl einig. Ich kann aber nicht nachvollziehen, dass nun die Natur Regie übernehmen sollte, wie künftig der Schutz der Stadt ausschauen wird“, ist Bürgermeister Heinz Schaden entsetzt über eine Expertise des Landes, wonach es keine menschliche Unterstützung für die bestmögliche Bestockung des Gaisbergs brauche.
„Natürlich können wir warten und schauen, was wächst“, so Schaden. „Das funktioniert bestimmt gut in einem Wald, der keine Stadt vor Lawinen und Steinschlag schützen muss. Da darf vielleicht wachsen, was hochkommt. Was aber Landesrat Sepp Eisl nun fordert, ist für mich ein leichtfertiges Herunterspielen einer realen Bedrohung. Es ist gut, die Natur einzubinden, aber wir dürfen nicht der Natur das Heft völlig in die Hand geben! Wir müssen auch mithelfen, den Berg möglichst rasch vor Erosion zu schützen und sichern. Wer sollte denn die Verantwortung übernehmen?“
Quelle: Stadtgemeinde Salzburg